© Pollinator at English Wikipedia · CC BY-SA 3.0 · Commons
Gewöhnliche Robinie
Giftig🐾Robinia pseudoacacia · (Robinia pseudoacacia)
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Beschreibung
Die Gewöhnliche Robinie, auch verkürzt Robinie, Gemeine Robinie, Weiße Robinie, Falsche Akazie, Scheinakazie, Gemeiner Schotendorn oder Silberregen genannt, ist ein sommergrüner Laubbaum. Sie stammt aus Nordamerika und wird seit fast 400 Jahren überall in Europa in Parks und Gärten gepflanzt. Sie wächst inzwischen auch wild.
🌿 Verwechslungsgefahr — vor Wildsammlung lesen!
Sämlinge und Schösslinge nicht mit essbaren Wildkräutern verwechseln. Holz-Späne, Sägemehl, Hackschnitzel und Laub von Robinien nicht in Pferde-, Rinder- oder Kaninchenställen verwenden - bereits geringe Mengen Rinde können tödlich sein.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
Keine therapeutische Anwendung von Rinden- oder Samenpräparaten in der Schwangerschaft (toxische Lektine). Frittierte Blütenküchle in haushaltsüblicher Menge gelten als unbedenklich, dennoch zurückhaltend.
- RohBlüteÄußerlichVolksmedizin
Die Robinie ist die wichtigste Nektartracht für den sogenannten 'Akazienhonig' - botanisch eigentlich Robinienhonig, da die echte Akazie (Acacia) eine andere Gattung ist. Der Honig ist hell, mild, flüssig (kristallisiert sehr langsam wegen hohem Fruktoseanteil) und gilt als hochwertige Imkereitracht. Pro Hektar Robinienbestand sind bei guter Witterung 500-1000 kg Honig möglich.
Anleitung & Dosierung
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- RohGanze PflanzeÄußerlichVolksmedizin
Im Park- und Straßenbaumbau seit dem 17. Jahrhundert (Einführung in Europa 1601 durch Jean Robin, Hofgärtner Heinrich IV.) als robuster, schnellwachsender Schattenspender, trocken- und stadtklimaverträglich. Sorten wie 'Umbraculifera' (Kugel-Robinie) und 'Frisia' (gelblaubig) sind etablierte Straßenbäume. Achtung: Wurzelausschläge und invasives Verhalten in naturnahen Gebieten.
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- RohGanze PflanzeÄußerlichVolksmedizin
Robinienholz ist außerordentlich hart, schwer und dauerhaft (Dauerhaftigkeitsklasse 1-2 nach EN 350, vergleichbar mit Teak oder Eiche). Klassische Verwendung: Weinbergpfähle, Zaunpfosten, Eisenbahnschwellen (historisch), Bootsbau, Werkzeugstiele, Spielplatzgeräte und Außenmöbel. Gilt als nachhaltige europäische Hartholz-Alternative zu Tropenhölzern (FSC-zertifizierte Plantagen in Ungarn, Rumänien).
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- RohWurzelÄußerlichVolksmedizin
Als Schmetterlingsblütler lebt die Robinie in Symbiose mit Rhizobium-Bakterien in Wurzelknöllchen und fixiert Luftstickstoff (bis 100-300 kg N/ha/Jahr). Wurde historisch zur Aufforstung erosionsgefährdeter Böden, Bergbauhalden und magerer Standorte eingesetzt. Im Naturschutz heute kritisch bewertet: durch Stickstoffeintrag werden nährstoffarme, artenreiche Trockenrasen und Magerstandorte verdrängt.
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Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden
Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.
- RohBlüteInnerlichVolksmedizin
Die intensiv duftenden, weißen Blütentrauben werden im Mai/Juni geerntet und traditionell als 'Akazienküchle' oder italienisch 'fritti di acacia' in Bierteig oder Pfannkuchenteig frittiert. Auch als Sirup oder zum Aromatisieren von Zucker und Likören verwendet. Nur die voll geöffneten Blüten verwenden - Stiele, Blätter, Rinde und Samen sind giftig (Robin/Robinin).
Anleitung & Dosierung
- RohRindeInnerlichTraditionell
Wichtiger volksmedizinischer und veterinärmedizinischer Hinweis: Rinde, Wurzeln, junge Triebe und Samen enthalten Robin (toxisches Lektin/Phasin, hitzelabil) und Robinin (Flavonol-Glykosid) sowie Wystin. Verzehr durch Mensch oder Tier (besonders Pferde, Rinder, Schweine, Kaninchen, Vögel) führt zu Erbrechen, blutigem Durchfall, Mydriasis, Schwäche, Kreislaufkollaps, Krampfanfällen. Pferdevergiftungen durch Naschen an Rinde oder durch Robinien-Späne in der Einstreu sind regelmäßig dokumentiert.
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