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Mistel
Giftig🐾Viscum album · (Viscum album)
Sandelholzgewächse (Santalaceae)
Beschreibung
Unter Mistel versteht manMisteln, die Pflanzengattung Viscum und ihre Arten, darunter die Weißbeerige Mistel Eichenmistel, ein Vertreter einer anderen Pflanzenfamilie Mistel (Heraldik), eine Wappenfigur in der Heraldik Mistel, linker Zufluss des Roten Mains in Bayreuth, Bayern Mistel, auch Mistelbach (Zaya), linker Zufluss zur Zaya bei Mistelbach, Niederösterreich Mistelgespann, Huckepack-Gespannart von zwei Flugzeugen
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
In Schwangerschaft kontraindiziert. Mistellektine sind hochwirksame Proteine; zudem werden uteruskontrahierende Effekte beschrieben. Auch parenterale Mistelpräparate sind in der Schwangerschaft kontraindiziert.
In der Stillzeit KONTRAINDIZIERT
In der Stillzeit kontraindiziert. Keine ausreichenden Sicherheitsdaten für Mutter und Kind; potenzieller Übertritt aktiver Proteine.
Bei Kindern KONTRAINDIZIERT
Bei Kindern kontraindiziert. Schon wenige Beeren können Vergiftungserscheinungen auslösen. Pflanzen in Reichweite von Kindern entfernen; Beeren bei Adventskranz/Weihnachtsdeko sicher entsorgen.
Kritische Wechselwirkungen mit:
Immunsuppressiva / Immunosuppressants
- UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Volksmedizinische Anwendung: kalte Auflage mit Mistelkraut-Abkochung bei nässenden Hautausschlägen und Ekzemen. Quellenlage schwach, traditioneller Hausgebrauch — bei großflächigen oder unklaren Hautveränderungen ärztliche Abklärung.
Anleitung & Dosierung
[#src_madaus_1938_viscum_album] [#src_heilkraeuter_mistel_viscum_album]
- BadKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Volksmedizinisch genutzter Badezusatz aus Mistelkraut zur Entspannung und bei nervöser Anspannung. Tradition vor allem in der Schweizer und süddeutschen Hausmedizin (u. a. Künzle); klinische Evidenz fehlt.
Anleitung & Dosierung
[#src_heilkraeuter_mistel_viscum_album] [#src_madaus_1938_viscum_album]
Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden
Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.
- TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell
Historischer Kaltansatz aus Mistelkraut (Stängel und Blätter) bei leichter Hypertonie und Kreislaufbeschwerden. Wichtig: ausschließlich Kaltauszug (8-12 h) — die zytotoxischen Lektine sind hitzelabil und werden im heißen Aufguss zwar inaktiviert, gleichzeitig aber gehen volksmedizinisch geschätzte Wirkstoffe verloren. Diese Anwendung ist heute nur noch dokumentarisch relevant; eine therapeutische Selbstanwendung wird wegen der toxikologischen Risiken nicht empfohlen.
Anleitung & Dosierung
2,5-3,5 g getrocknetes Mistelkraut mit 150 ml kaltem Wasser ansetzen, 8-12 Stunden ziehen lassen, abseihen. Nur unter ärztlicher Begleitung anwenden — Selbstmedikation nicht empfohlen.
- Trockenmenge
- 2.5–3.5 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 4 Wochen
[#src_kommission_e_1984_viscum_album] [#src_madaus_1938_viscum_album] [#src_who_monograph_2009_viscum_album]
- TinkturKrautige TeileInnerlichTraditionell
Historische niedrig dosierte alkoholische Tinktur aus Mistelkraut bei Kreislaufschwäche. Wegen des Gehalts an zytotoxischen Lektinen und Viscotoxinen ist eine Eigenherstellung und Selbstanwendung heute nicht mehr empfohlen — der therapeutische Spielraum ist eng und nur für die ärztliche Verordnung geeignet.
Anleitung & Dosierung
1:5 in 40-50%igem Ethanol, 1-2 ml pro Einnahme, maximal 2 x täglich. Nur unter ärztlicher Aufsicht — Selbstherstellung nicht empfohlen.
- Flüssigkeit
- 1–2 ml
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 4 Wochen
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- TinkturKrautige TeileInnerlichKlinische Studie
Hinweis: Diese Anwendung erfolgt NICHT als selbst hergestellte Tinktur, sondern als standardisiertes parenterales (subkutan zu injizierendes) Fertigarzneimittel — Iscador®, Helixor®, abnobaVISCUM®. Eingesetzt in der anthroposophischen und integrativen Onkologie als Begleittherapie zu konventionellen Krebstherapien (Operation, Chemo-, Strahlentherapie). Studien zeigen Verbesserungen von Lebensqualität, Schlaf und tumorassoziierter Fatigue; ein gesicherter lebensverlängernder Effekt ist umstritten. Die ESMO-Leitlinie zur komplementären Onkologie listet Mistel als Option zur Lebensqualitätsverbesserung. Anwendung ausschließlich durch erfahrene Ärzte.
[#src_iscador_fachinfo_viscum_album] [#src_esmo_complementary_2024_viscum_album] [#src_who_monograph_2009_viscum_album]