Donum ∞ Dei
Foto von Gurke

© Bff · CC BY-SA 3.0 · Commons

Gurke

Cucumber · (Cucumis sativus)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Beschreibung

Mit einem Wasseranteil von rund 95 % zählt die Gurke zu den erfrischendsten Gemüsen des Sommers und wird von Juli bis Oktober geerntet. Neben Wasser liefert sie Kalium, Vitamin K, geringe Mengen Vitamin C sowie Ballaststoffe und Kieselsäure. In der Küche wird sie roh, eingelegt oder als Saft verwendet; volkstümlich gelten aufgelegte Gurkenscheiben seit Langem als kühlende Auflage für die Haut, etwa bei müden Augen oder leichten Hautreizungen. Die Samen fanden traditionell ebenfalls Verwendung. Gurken sind für die meisten Menschen sehr gut verträglich. Ein wichtiges Warnsignal ist Bitterkeit: Sie deutet auf erhöhte Gehalte der Bitterstoffe Cucurbitacine hin, die vor allem bei Stress während des Wachstums oder bei Kreuzung mit Wildformen entstehen können und Übelkeit sowie Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Auffällig bittere Früchte sollten daher nicht verzehrt werden.

  • RohFruchtInnerlichTraditionell

    Frische Gurke als Rohkost — Salat, Snack, Tzatziki. Mit einem Wassergehalt von ca. 95 % ist die Gurke eines der wasserreichsten Lebensmittel überhaupt und trägt maßgeblich zur täglichen Flüssigkeitsversorgung bei. Sehr kalorienarm (~15 kcal/100 g), ballaststoffreich und reich an Vitamin K und Kalium. Die Schale enthält mehr Ballaststoffe und Chlorophyll — bei Bioware mitessen.

    Quellen: [1] [3] [4]

  • RohFruchtInnerlichVolksmedizin

    Gurken-Infusionswasser ("Detox-Wasser"): Gurkenscheiben mit frischer Minze oder Zitronenscheiben in kaltem Wasser mehrere Stunden ziehen lassen. Volkstümlich als erfrischendes, belebend-mildes Sommergetränk bekannt; keine klinisch belegten Entgiftungseffekte, aber eine angenehme Methode, mehr Wasser zu trinken.

    Quellen: [2] [4]

  • GewürzFruchtInnerlichTraditionell

    Eingelegte Gurken (Pickles, Salzgurken, fermentierte Sauergurken): Gurken werden in Essig-Lake (Pickles) oder durch Milchsäurefermentation (Senfgurken, polnische Ogórki kiszone) haltbar gemacht. Fermentierte Varianten liefern lebende Milchsäurebakterien (Probiotika) und sind kulturell in ganz Europa, Asien und Nordamerika verankert. Dill, Knoblauch und Meerrettich sind klassische Gewürzpartner.

    Quellen: [2] [3] [4]

  • UmschlagFruchtÄußerlichVolksmedizin

    Gurkenaugen-Kompressen: Frische, gekühlte Gurkenscheiben auf die geschlossenen Augenlider legen (5–15 Minuten). Traditionell bei müden, geschwollenen oder gereizten Augen angewendet. Die kühlende Wirkung ist primär physikalisch (Kälte + hoher Wassergehalt). Enthaltene Flavonoide und Vitamin C werden in der Volksheilkunde als entzündungshemmend beschrieben; klinische Belege fehlen.

    Quellen: [2] [4]

  • UmschlagFruchtÄußerlichVolksmedizin

    Gurkenmasken und Gurkenkompressen auf der Haut: Geriebenes oder in dünne Scheiben geschnittenes Gurkenfleisch wird auf die Haut aufgetragen — volkstümlich bei leichten Sonnenbränden, geröteter, empfindlicher Haut oder als erfrischende Gesichtspflege. Der hohe Wassergehalt und das milde, leicht adstringierende Milieu gelten als beruhigend und kühlend. Nicht geeignet bei offenen Wunden oder schweren Verbrennungen.

    Quellen: [2] [5]

  • RohFruchtInnerlichVolksmedizin

    Siliciumquelle aus dem Garten: Gurken enthalten nennenswerte Mengen an Silicium (Kieselsäure), das in der Volksmedizin und Naturheilkunde mit Haut-, Haar- und Bindegewebsgesundheit in Verbindung gebracht wird. Wissenschaftlich ist Silicium als essenzielles Spurenelement nicht abschließend anerkannt; die Datenlage für ernährungsbedingte Effekte ist limitiert. Gurke bleibt dennoch eine der einfachsten Nahrungsquellen für diesen Mineralstoff.

    Quellen: [1] [2]

  • RohSamenInnerlichVolksmedizin

    Kürbiskern-artige Verwendung der Gurkenkerne: In einigen Kulturen werden Gurkenkerne getrocknet und als leichter Snack oder Ölquelle genutzt. Die Samen enthalten mehr Fett und Protein als das Fruchtfleisch. Volksheilkundlich wurden Gurkenkerne historisch als mildes Entwurmungsmittel beschrieben (ähnlich wie Kürbiskerne) — klinisch nicht belegt für Cucumis sativus.

    Quellen: [2] [3]

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Quelle: Gertrud Franck, Gesunder Garten durch Mischkultur (1980, eigene Kuration) | Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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