Donum ∞ Dei
Gefiedertes Blatt von Moringa oleifera (Meerrettichbaum)

© J.M.Garg · CC BY-SA 3.0 · Commons

Moringa (Meerrettichbaum)

Vorsicht

Moringa · (Moringa oleifera)

Bennussgewächse (Moringaceae)

Beschreibung

Der Moringabaum, auch Meerrettichbaum genannt, ist ein schnell wachsender Tropenbaum aus der Familie der Bennussgewächse. Er stammt aus dem nordwestlichen Indien am Fuß des Himalaya und wird heute in den Tropen weltweit angebaut; unter guten Bedingungen legt er im ersten Jahr mehrere Meter zu. Der deutsche Name kommt vom Geschmack der Wurzel, die nach Meerrettich schmeckt — genau dieser Pflanzenteil ist der bedenkliche. Genutzt werden vor allem die nährstoffreichen, mehrfach gefiederten Blätter, die Vitamine (C, E, Provitamin A), Mineralstoffe wie Eisen und Calcium sowie Flavonoide und Glucosinolate enthalten. Aus den Samen wird ein haltbares Öl gepresst, und der zerkleinerte Presskuchen wird in mehreren Ländern zur Trinkwasser-Klärung eingesetzt, weil er Schwebstoffe bindet. In den Anbauländern sind Blätter, Früchte und Samen ein alltägliches Nahrungsmittel und gelten in üblichen Speisemengen als sicher. Die als Nahrungsergänzung beworbenen weitreichenden Wirkungen sind beim Menschen bisher nur begrenzt belegt. Von Wurzel und Rinde ist abzuraten.

  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Die Blätter werden traditionell als nahrhaftes Gemüse und in getrockneter Pulverform gegessen; sie liefern Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. In der Küche der Anbauländer kommen sie wie Spinat in Suppen und Currys, die jungen Fruchtschoten werden wie Bohnen gekocht.

    Quellen: [1] [2]

  • RohBlattInnerlichKlinische Studie

    Einige kleine Humanstudien deuten auf eine leichte Senkung von Blutzucker und Blutfetten hin; die Belege sind jedoch begrenzt und uneinheitlich, ein gesicherter Nutzen ist nicht bewiesen. Die meisten Untersuchungen liefen über wenige Wochen und mit kleinen Teilnehmerzahlen — für eine belastbare Aussage reicht das nicht.

    Quellen: [1] [3]

  • RohBlattInnerlichKlinische Studie

    Moringa gehört zu den wenigen milchbildenden Pflanzen, für die es Studien am Menschen gibt. Eine Zusammenfassung mehrerer Untersuchungen fand einen bedeutsamen Anstieg von Prolaktin und Milchmenge; in einer Studie pumpten Mütter im Mittel 947 statt 618 ml ab. Das Wachstum der Kinder unterschied sich nicht. Die Studienqualität schwankt allerdings stark, und die Stillzeit-Datenbank LactMed betont, dass milchbildende Mittel nie die Suche nach der eigentlichen Ursache ersetzen.

    Quellen: [4]

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