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Gewöhnliche Goldrute
VorsichtSolidago virgaurea · (Solidago virgaurea)
Korbblütler (Asteraceae)
Beschreibung
Die Gewöhnliche Goldrute, auch Gemeine Goldrute oder Echte Goldrute genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Goldruten (Solidago) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Trivialnamen sind beispielsweise Petrusstab, Ungsengkraut und Heidnisch Wundkraut.
- TeeKrautige TeileInnerlichKommission E
Durchspülungstherapie mit Goldrutenkraut-Tee bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Prophylaxe von Harnstein und Nierengries — positiv bewertet durch Kommission E und EMA (traditional use).
Anleitung & Dosierung
AUFGUSS (Kommission E / EMA traditionell): 3–5 g getrocknetes Goldrutenkraut (Solidaginis virgaureae herba) mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10–15 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3–4 Tassen täglich frisch zubereitet, vorzugsweise zwischen den Mahlzeiten. WICHTIG: Zur Durchspülungstherapie gleichzeitig reichlich Flüssigkeit trinken (mindestens 2 Liter täglich). Anwendungsdauer laut Kommission E maximal 4 Wochen; bei anhaltenden Beschwerden oder Fieber sofort Arzt aufsuchen. Indikation: Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Harnsteinen und Nierengries sowie zur vorbeugenden Behandlung von Harnsteinen und Nierengries.
- Trockenmenge
- 3–5 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
- Max. Anwendungsdauer
- 4 Wochen
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- TinkturKrautige TeileInnerlichTraditionell
Traditionelle Goldrutentinktur zur unterstützenden Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten und Nierengries — Alternative zum Teeaufguss.
Anleitung & Dosierung
TINKTUR (Droge-Extrakt-Verhältnis 1:5 in 25–45 % Ethanol): 1–3 ml (~20–60 Tropfen) 3× täglich in etwas Wasser verdünnt einnehmen. Gleichzeitig reichlich Flüssigkeit trinken (mindestens 2 Liter täglich — Durchspülungstherapie). Anwendungsdauer laut EMA maximal 4 Wochen ohne ärztliche Aufsicht. Traditionelle Anwendung bei Harnwegsinfekten und zur Vorbeugung von Harnstein. Tinktur ist Alternative zum Tee, wenn Bittergeschmack störend. Nicht bei Ethanolunverträglichkeit.
- Flüssigkeit
- 1–3 ml
- Anwendungen/Tag
- 3×
- Max. Anwendungsdauer
- 4 Wochen
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- TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Volksheilkundlicher Einsatz bei rheumatischen Beschwerden, Gicht und als Frühjahrs-Entschlackungskur — oft in Mischtees mit harntreibenden Begleitdrogen.
Anleitung & Dosierung
VOLKSHEILKUNDLICHER MISCHTEE: 2–4 g Goldrutenkraut (ggf. mit Birkenblättern, Schachtelhalm oder Brennnesselblättern) mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 2–3 Tassen täglich. Volkstümlich eingesetzt bei rheumatischen Beschwerden, gichtbedingten Gelenkbeschwerden und als Frühjahrs-Stoffwechselkur. WICHTIG: Auch hier reichlich Flüssigkeit trinken. Bei Gelenkbeschwerden immer ärztliche Ursachenabklärung. Kein Ersatz für antirheumatische Medikamente.
- Trockenmenge
- 2–4 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 6 Wochen
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- UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Externe Volksheilkunde: Goldrutenkraut-Kompresse bei schlecht heilenden Wunden und Hautreizungen — traditionell als 'Heidnisch Wundkraut' bekannt.
Anleitung & Dosierung
UMSCHLAG / KOMPRESSE: 5–10 g Goldrutenkraut mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und abkühlen lassen (lauwarm). Ein sauberes Leinentuch in den Absud tauchen, leicht ausdrücken und auf die betroffene Stelle legen. 2× täglich 15–20 Minuten einwirken lassen. Volksheilkundlich als Wundkraut bei schlecht heilenden Wunden, Hautausschlägen und lokalen Entzündungen eingesetzt — daher der Trivialname 'Heidnisch Wundkraut'. Keine offenen, nässenden Wunden behandeln; bei Zeichen von Infektion (Rötung, Schwellung, Fieber) Arzt aufsuchen.
- Trockenmenge
- 5–10 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
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- TeeBlüteInnerlichVolksmedizin
Volksheilkundlicher Goldrutenblüten-Tee bei Erkältungen, Halsschmerzen und Atemwegsreizung — adstringierend und leicht schleimlösend.
Anleitung & Dosierung
BLÜTENTEE: 1–2 TL getrocknete Goldrutenblüten (oder Blütenköpfchen) mit 200 ml heißem Wasser übergießen, 8–10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 2–3 Tassen täglich, heiß und ggf. mit etwas Honig gesüßt. Volkstümlich eingesetzt bei Erkältungen, Halsschmerzen und Schleimlösung der Atemwege. Wirkung vor allem auf den astringierenden Gerbstoffgehalt und die ätherischen Ölanteile der Blüten zurückgeführt. Kein Ersatz für ärztliche Behandlung bei Lungenentzündung oder schwerer Bronchitis.
- Trockenmenge
- 1–2 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
- Max. Anwendungsdauer
- 2 Wochen
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- TinkturKrautige TeileInnerlichTraditionell
ESCOP-konformer Einsatz der Goldrutentinktur bei chronischen Harnwegsinfekten und Harnsäurestoffwechselstörungen — ergänzend zur Teeform.
Anleitung & Dosierung
PHYTOTHERAPEUTISCHE TINKTUR (Standardzubereitung nach ESCOP/EMA, 1:5 in 25–40 % Ethanol): 1–2 ml 3× täglich, in Wasser verdünnt. Eingesetzt in der europäischen Phytotherapie bei chronischen Harnwegsinfekten, Harnsäurestoffwechselstörungen (Gicht, Hyperurikämie) und als Leberstoffwechsel-Adjuvans in Kombinationspräparaten. Flüssigkeitszufuhr wie beim Tee (mindestens 2 Liter täglich). Bei Langzeitanwendung (über 4 Wochen) ärztliche Kontrolle empfohlen.
- Flüssigkeit
- 1–2 ml
- Anwendungen/Tag
- 3×
- Max. Anwendungsdauer
- 6 Wochen
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- BadKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Volksheilkundliches Goldruten-Teilbad bei rheumatischen Gelenkbeschwerden, Gicht-Anfall und Hautreizungen — abschwellend und leicht antientzündlich.
Anleitung & Dosierung
TEILBAD / FUSS- ODER SITZBAD: 50–100 g getrocknetes Goldrutenkraut (oder Frischkraut — doppelte Menge) mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, 15–20 Minuten ziehen lassen, abseihen und dem Badewasser (ca. 36–38 °C) zufügen. Fußbad: 15–20 Minuten, Temperatür angenehm warm; Sitzbad: 10–15 Minuten. Volksheilkundlich bei rheumatischen Gelenkschmerzen, Gicht-Anfällen an den Füßen und als unterstützende Maßnahme bei Hautreizungen. Nicht als Vollbad bei Herzerkrankungen oder Bluthochdruck ohne ärztliche Rücksprache.
- Trockenmenge
- 50–100 g
- Anwendungen/Tag
- 1×
- Max. Anwendungsdauer
- 3 Wochen
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