Donum ∞ Dei

Rechtlicher Hinweis

Betäubungsmittel; das Coca-Blatt ist nach dem UN-Einheitsabkommen von 1961 (Schedule I) international kontrolliert, ebenso das daraus gewonnene Cocain.

Die rechtliche Regelung ist je nach Land unterschiedlich (z.B. legales traditionelles Kauen in Teilen der Anden, strenge Verbote anderswo). Informiere dich über die für dich geltende Rechtslage. Dies ist keine Konsum-Erlaubnis.

Bildungs- und Dokumentationszweck. Keine Konsum-Anleitung, keine Rechts- oder Medizinberatung. Besitz, Anbau und Konsum sind je nach Land und Art unterschiedlich geregelt — informiere dich über die für dich geltende Rechtslage.

Ledrige, eiförmige Blätter des Kokastrauchs (Erythroxylum coca).

© H. Zell · CC BY-SA 3.0 · Commons

Kokastrauch (Coca)

Giftig🐾

Coca · (Erythroxylum coca)

Rotholzgewächse (Erythroxylaceae)

Beschreibung

Der immergrüne Kokastrauch mit seinen kleinen, ovalen Blättern gedeiht ganzjährig in den tropischen Hochlagen der Anden und wird dort mehrmals jährlich beerntet; er gehört zur Familie der Rotholzgewächse. Die Blätter enthalten neben Cocain eine Reihe weiterer Alkaloide wie Cinnamylcocain, Benzoylecgonin, Ecgonin, Tropacocain, Cuscohygrin und Hygrin. In den Andenkulturen werden die Blätter traditionell gekaut oder als Tee zubereitet, überliefert als Mittel gegen Müdigkeit, Hunger, Kälte und Höhenkrankheit; historisch diente ein Blätterextrakt auch der örtlichen Betäubung. Der Hauptwirkstoff Cocain ist jedoch ein starkes Stimulans mit hohem Abhängigkeits-, Vergiftungs- und Herz-Kreislauf-Risiko bis hin zu Herzrhythmusstörungen und tödlichen Überdosierungen; gefährliche Wechselwirkungen bestehen mit anderen Stimulanzien und Herzmedikamenten. Schwangerschaft und Stillzeit sind strikt kontraindiziert. Dieser Text dient ausschließlich botanisch-historischer Information, nicht als Anleitung zu Konsum oder Anbau.

  • TinkturBlattÄußerlichTraditionell

    Das 1860 aus den Blättern isolierte Alkaloid Cocain war ab den 1880er-Jahren das erste klinisch eingesetzte Lokalanästhetikum, u.a. in der Augen-, Zahn- und Chirurgie. Medizinhistorische/medizinische Verwendung des isolierten Wirkstoffs – heute weitgehend durch synthetische Anästhetika ersetzt.

    Quellen: [1] [4]

Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden

Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.

  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Traditionelles Kauen der getrockneten Coca-Blätter (oft mit Kalk/Asche als alkalischem Zusatz) durch indigene Andenvölker seit Jahrtausenden, um Müdigkeit, Hunger, Durst und Höhenkrankheit zu lindern. Dies ist eine historisch-kulturelle Praxis, keine Konsumempfehlung.

    Quellen: [1] [2]

  • TeeBlattInnerlichTraditionell

    Coca-Tee (Mate de Coca) aus aufgegossenen Blättern ist in den Andenregionen ein verbreitetes mildes Stimulans und Hausmittel gegen Höhenkrankheit – dokumentierte traditionelle Verwendung.

    Quellen: [1] [2]

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