Donum ∞ Dei
Foto von Bockshornklee

© Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany · Public domain · Commons

Bockshornklee

Vorsicht

Fenugreek · (Trigonella foenum-graecum)

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Beschreibung

Der Bockshornklee, auch Griechisch Heu oder Griechischer Bockshornklee genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Trigonella in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er ist eng verwandt mit dem Schabzigerklee.

  • TeeSamenInnerlichKommission E

    Kommission-E-positiv (intern): Bockshornkleesamen-Aufguss bei Appetitlosigkeit und leichten Verdauungsbeschwerden — schleimstoffreiche Droge mit bitteren und amaroiden Anteilen.

    Anleitung & Dosierung

    SAMENAUFGUSS (Kommission E, interne Anwendung): 2–3 g grob gemahlene oder leicht zerquetschte Bockshornkleesamen mit 250 ml siedendem Wasser übergießen, zugedeckt 10–15 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3× täglich frisch zubereitet vor den Mahlzeiten trinken. Tagesdosis 6–9 g Droge (Kommission E: 6 g täglich bei internem Gebrauch). Indikation: Appetitlosigkeit und unterstützend bei leichten gastrointestinalen Beschwerden. Bittere, ahornsirupartige Note durch Sotolon — geschmacklich intensiv, ggf. mit Honig mildern. Anwendungsdauer laut Kommission E auf 4 Wochen begrenzen; bei anhaltenden Beschwerden Arzt aufsuchen.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

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  • UmschlagSamenÄußerlichKommission E

    Kommission-E-positiv (extern): Bockshornkleesamenbrei als erwärmender Umschlag bei lokalen Entzündungen — klassische europäische Volksmedizin und Kommission-E-Indikation.

    Anleitung & Dosierung

    SAMENBREI / UMSCHLAG (Kommission E, externe Anwendung): 30–50 g feines Bockshornkleemehl (Samen gemahlen) mit heißem Wasser zu einem dicken, gleichmäßigen Brei anrühren. Auf ca. 40–42 °C abkühlen lassen. Brei auf einem sauberen Leinentuch oder Mull großzügig ausstreichen, auf die betroffene Hautstelle (lokale Entzündung, Furunkel, Abszess in Abheilungsphase) legen, mit weiterem Tuch bedecken und 20–30 Minuten einwirken lassen. 2× täglich wiederholen. NICHT auf offene Wunden oder gereizte, empfindliche Haut auftragen. Haut nach Anwendung sorgfältig reinigen — Bockshornkleebrei färbt die Haut intensiv gelblich und hinterlässt den charakteristischen Sotolon-Geruch.

    Trockenmenge
    3050 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

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  • TinkturSamenInnerlichTraditionell

    Traditionelle Tinktur als Bittermittel (Amarum) bei Appetitlosigkeit und Verdauungsschwäche — ergänzende Alternative zur Samenteeform.

    Anleitung & Dosierung

    TINKTUR (DER 1:5 in 40–60 % Ethanol): 2–4 ml (~40–80 Tropfen) 3× täglich, in etwas Wasser verdünnt, 15–30 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen. Traditionelle Anwendung als Bittermittel (Amarum) zur Anregung des Appetits und zur unterstützenden Verdauungsförderung. Wirkungseintritt nach 1–2 Wochen regelmäßiger Einnahme. Bei Leberproblemen oder Einnahme von Antidiabetika/Antikoagulanzien vor Anwendung Arzt befragen. Ethanolgehalt beachten — nicht bei Alkoholerkrankung.

    Flüssigkeit
    24 ml
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

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  • GewürzSamenInnerlichVolksmedizin

    Nahrungsmittel und Gewürz — Samen, Sprossen und Blätter seit der Antike in südeuropäischer, arabischer und südasiatischer Küche etabliert; WHO listet die nutritive Verwendung.

    Anleitung & Dosierung

    GEWÜRZ / LEBENSMITTEL: Bockshornkleesamen (ganz oder gemahlen) als Gewürz in zahlreichen Küchen Südeuropas, des Nahen Ostens und Südasiens verwendet — Bestandteil von Currypulver, Ras el Hanout, äthiopischem Berbere. Rösten (ohne Fett, bei mittlerer Hitze 1–2 Minuten) mildert die Bitterkeit und entwickelt ein nussig-karameliges Aroma. Keimlinge (Sprossen) der Samen als vitaminreiche Beilage oder Salatbeigabe verwendbar. Blätter (frisch oder getrocknet, 'Methi') als Gemüse oder Kräuter in der indischen und nordafrikanischen Küche. Bei therapeutisch-ernährungsunterstützender Verwendung werden 5–30 g Samen täglich empfohlen (WHO). Aufgrund des Sotolon-Gehalts kann Körpergeruch vorübergehend nach Ahornsirup riechen.

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  • TeeSamenInnerlichTraditionell

    Schleimreicher Kalt- oder Warmansatz aus Bockshornkleesamen als reizlindernder Mucilaginosus — traditionelle Anwendung bei gastrointestinalen Reizzuständen und Stoffwechselunterstützung.

    Anleitung & Dosierung

    SCHLEIMABSUD / KALTANSATZ (traditionelle Anwendung): 5–10 g grob gemahlene Bockshornkleesamen in 250 ml kaltem Wasser ansetzen, 3–5 Stunden quellen lassen (Schleimextraktion) oder alternativ mit heißem Wasser aufgießen und 15–20 Minuten zugedeckt stehen lassen. Abseihen. 2× täglich warm oder kalt trinken. Der Kaltauszug extrahiert besonders schonend die reizlindernden Schleimstoffe (Galactomannane) und ist der bevorzugte Zubereitungsweg bei gastrointestinalen Reizzuständen und Reizdarmtendenzen. Traditionell auch als Unterstützung für den Stoffwechsel und bei Gelenkbeschwerden eingesetzt.

    Trockenmenge
    510 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

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  • RohSamenInnerlichVolksmedizin

    Eingeweichte Samen und Sprossen — volkstümlich-nutritive Verwendung als verdauungsfördernde Beikost mit Vitaminen und Enzymen.

    Anleitung & Dosierung

    EINGEWEICHTE SAMEN / SPROSSEN (volkstümlich, nutritiv): 1–2 EL ganze Bockshornkleesamen über Nacht in Wasser einweichen, morgens abgießen und roh verzehren oder als Sprossen 2–3 Tage keimen lassen (tgl. spülen). Eingeweichte Samen schmecken weniger bitter als rohe trockene Samen und sind bekömmlicher. Sprossen sind reich an Vitaminen (C, K, Folsäure) und Enzymen. Traditionell im Nahen Osten und Indien als Frühstück oder Beigabe zum Joghurt verwendet. Hinweis: Samen nicht in übermäßigen Mengen roh verzehren — hohe Konzentration an Saponinen kann Blähungen und gastrointestinale Reizung verursachen.

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  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Volkstümlicher Blätteraufguss (Methi-Tee) als allgemeines Stärkungsmittel und Verdauungstee — in nordafrikanischer und südasiatischer Tradition verwurzelt.

    Anleitung & Dosierung

    BLÄTTERAUFGUSS (volkstümlich, Methi-Tee): 1–2 TL getrocknete Bockshornkleeblätter ('Methi') mit 200 ml siedendem Wasser übergießen, 7–10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 2× täglich warm trinken. Volkstümliche Anwendung in Nordafrika und Südasien als allgemeines Stärkungsmittel und Verdauungsunterstützung. Die Blätter enthalten weniger Galactomannane als die Samen, sind aber reich an Flavonoiden und Vitaminen. Milder im Geschmack als Samenzubereitungen — weniger bitter, leicht kräuterig.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    3 Wochen

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  • UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin

    Volkstümlicher Blätterumschlag bei leichten Hautentzündungen und Insektenstichen — nordafrikanische und arabische Volksmedizin.

    Anleitung & Dosierung

    BLÄTTERUMSCHLAG (volkstümlich, extern): Frische oder eingeweichte getrocknete Bockshornkleeblätter auf sauberem Tuch ausbreiten, auf betroffene Hautstelle (leichte Entzündungen, Insektenstiche) legen und 15–20 Minuten einwirken lassen. Blätter enthalten Flavonoide und Schleimstoffe mit hautberuhigender Wirkung. Traditionelle Anwendung in der nordafrikanischen und arabischen Volksmedizin. Bei Verschlechterung der Hautreizung oder Zeichen einer Infektion Arzt aufsuchen.

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Verbreitung in Europa

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Quelle: Gertrud Franck, Gesunder Garten durch Mischkultur (1980, eigene Kuration) | Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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