© H. Zell · CC BY-SA 3.0 · Commons
Gewöhnliches Hirtentäschel
VorsichtCapsella bursa-pastoris · (Capsella bursa-pastoris)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Beschreibung
Das Gewöhnliche Hirtentäschel, auch Hirtentäschelkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hirtentäschel (Capsella) innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Der wissenschaftliche Name Capsella bursa-pastoris setzt sich aus dem Gattungsnamen Capsella aus den lateinischen Wörtern capsa für „Kapsel“ und aus dem Artepitheton bursa-pastoris aus den Wörtern bursa für „Tasche“ sowie pastor für „Hirt“ zusammen und bezieht sich darauf, dass die Schötchen wie die Taschen früherer Hirten geformt sind; daher auch der deutschsprachige Trivialname Hirtentäschel.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
In der Schwangerschaft strikt zu meiden. Hirtentäschel war historisch ein klassischer Wehenförderer ('Heimwehkraut der Hebammen') und wurde gezielt zur Stimulation der Gebärmutterkontraktion und zur Stillung postpartaler Blutungen eingesetzt — vor Einsetzen der Wehen daher kontraindiziert wegen möglichem Abortrisiko und vorzeitigen Wehen. Auch keine kulinarische Anwendung in grösseren Mengen.
Kritische Wechselwirkungen mit:
MAO-Hemmer (Tranylcypromin, Moclobemid, Selegilin)
- TeeKrautige TeileInnerlichKommission E
Klassiker bei zu starken, verlängerten oder zu häufigen Menstruationsblutungen (Menorrhagie, Metrorrhagie) sowie bei symptomatischen Nachblutungen und kapillären Sickerblutungen. Kommission E positiv bewertet (Monographie 'Bursae pastoris herba').
Anleitung & Dosierung
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- TinkturKrautige TeileInnerlichTraditionell
Hauptpräparat der Volksmedizin zur Blutstillung: bei Menorrhagie, Nasenbluten, Hämorrhoidalblutungen und postpartalen Nachblutungen. Hirtentäschel-Tinktur war im 1. Weltkrieg Ersatzmittel für Mutterkornpräparate.
Anleitung & Dosierung
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- UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Volksmedizinische Wundkompresse bei kleineren blutenden Schnitt- und Schürfwunden, Nasenbluten (Tampon), Hämorrhoidalblutungen und oberflächlichen Hautverletzungen — blutstillend und adstringierend.
Anleitung & Dosierung
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- RohBlattInnerlichVolksmedizin
Frühjahrs-Wildkraut: junge Grundblätter werden roh in Salaten, als Spinat-Ersatz, in Wildkräutersuppen, Kräuterquark und Pestos verwendet — nussig-kresseartiger Geschmack (Glucosinolate, typisch Brassicaceae). Vitaminreich und mineralreich, gehörte traditionell zu den 'neun Kräutern' der Gründonnerstagssuppe.
Anleitung & Dosierung
- GurgelnKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Volksmedizinisch bei Zahnfleischbluten, leichten Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und blutendem Mundraum nach Zahnextraktion — adstringierend und hämostatisch.
Anleitung & Dosierung
- TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Volksmedizinisch unterstützend bei leichten Bluthochdruckbeschwerden und als mildes Diuretikum bei Wassereinlagerungen — die blutdruckregulierenden und schwach harntreibenden Eigenschaften der Pflanze werden seit Jahrhunderten genutzt (Tyramin-Gehalt, Flavonoide).
Anleitung & Dosierung
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