Donum ∞ Dei
Brauner Pantherpilz mit weißen Velumflöckchen auf dem Hut und gerandeter Stielknolle.

© James St. John · CC BY 2.0 · Commons

Pantherpilz

Giftig🐾

Panther cap · (Amanita pantherina)

Wulstlingsverwandte (Amanitaceae)

Beschreibung

Ein olivbrauner bis graubrauner Hut mit weißen, warzenartigen Flocken und ein deutlicher Ring am Stiel kennzeichnen den Pantherpilz, der von Juni bis November vor allem in Laub- und Mischwäldern erscheint und zur Verwandtschaft der Wulstlinge zählt. Er enthält Ibotensäure, Muscimol, Muscazon und geringe Mengen Muscarin – Substanzen, die ihn ethnomykologisch und in der neurowissenschaftlichen Forschung interessant machen, jedoch keinesfalls zum Verzehr geeignet machen. Der Pilz gilt als stärker giftig als der bekanntere Fliegenpilz und wird häufig mit dem essbaren Perlpilz verwechselt, was regelmäßig zu schweren Vergiftungen führt. Eine Vergiftung äußert sich mit Übelkeit, Erweiterung der Pupillen, Verwirrtheit und Krämpfen und kann bis zum Atemstillstand reichen. Der Pantherpilz ist KEIN Speisepilz; bei Verdacht auf Verzehr sofort den Giftnotruf kontaktieren.

Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden

Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.

  • RohGanze PflanzeInnerlichVolksmedizin

    Historisch-ethnomykologische Einordnung: Der Pantherpilz wird neben dem Fliegenpilz zu den Ibotensäure/Muscimol-haltigen Amanita-Arten gezählt, die in der Forschung zu rauschwirkenden Pilzen Nordeurasiens (z.B. sibirischer Schamanismus, in dem vor allem der Fliegenpilz eine Rolle spielte) betrachtet werden. Dies ist eine rein historisch-dokumentarische Einordnung und KEINE Einnahme-Anleitung; der Pilz ist giftig.

    Quellen: [1] [2]

  • RohGanze PflanzeInnerlichTraditionell

    Pharmakologische Einordnung: Die Inhaltsstoffe Ibotensäure (Glutamat-/NMDA-Rezeptor-Agonist) und Muscimol (potenter GABA-A-Rezeptor-Agonist) sind seit langem Gegenstand der neuropharmakologischen Grundlagenforschung; Ibotensäure wird im Labor zur gezielten Läsion von Nervengewebe eingesetzt. Dies beschreibt die Wirkmechanismen und Forschungsnutzung der Reinsubstanzen, nicht den Konsum des Pilzes.

    Quellen: [4] [5]

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