Donum ∞ Dei
Brauner Pantherpilz mit weißen Velumflöckchen auf dem Hut und gerandeter Stielknolle.

© James St. John · CC BY 2.0 · Commons

Pantherpilz

Giftig🐾

Panther cap · (Amanita pantherina)

Wulstlingsverwandte (Amanitaceae)

Beschreibung

Der Pantherpilz (Amanita pantherina) ist ein ektomykorrhizabildender Blätterpilz aus der Familie der Wulstlingsverwandten (Amanitaceae), der auf der Nordhalbkugel mit Laub- und Nadelbäumen vergesellschaftet vorkommt. Sein 4-12 cm breiter Hut ist haselnuss- bis dunkelbraun und gleichmäßig mit reinweißen, konzentrisch angeordneten Velumflöckchen besetzt; charakteristisch sind der gerandet abgesetzte Knollenrand ('Bergsteigersöckchen'), der weiße abziehbare Ring und die weißen Lamellen. Er enthält die neuroaktiven Isoxazol-Verbindungen Ibotensäure und Muscimol und gilt als stärker giftig als der Fliegenpilz (A. muscaria). Historisch wurde der Pilz wie andere Ibotensäure-haltige Amanita-Arten zusammen mit dem Fliegenpilz in der ethnomykologischen Forschung zu rauschwirkenden Pilzen Nordeurasiens diskutiert; mykologisch ist er vor allem als gefährlicher Verwechslungspilz des essbaren Perlpilzes (A. rubescens) und Grauen Wulstlings bekannt. Eine Verwechslung kann zu schweren, in seltenen Fällen tödlichen Vergiftungen (Pantherina-Syndrom) führen.

Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden

Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.

  • RohGanze PflanzeInnerlichVolksmedizin

    Historisch-ethnomykologische Einordnung: Der Pantherpilz wird neben dem Fliegenpilz zu den Ibotensäure/Muscimol-haltigen Amanita-Arten gezählt, die in der Forschung zu rauschwirkenden Pilzen Nordeurasiens (z.B. sibirischer Schamanismus, in dem vor allem der Fliegenpilz eine Rolle spielte) betrachtet werden. Dies ist eine rein historisch-dokumentarische Einordnung und KEINE Einnahme-Anleitung; der Pilz ist giftig.

    [#wiki_en] [#wiki_de]

  • RohGanze PflanzeInnerlichTraditionell

    Pharmakologische Einordnung: Die Inhaltsstoffe Ibotensäure (Glutamat-/NMDA-Rezeptor-Agonist) und Muscimol (potenter GABA-A-Rezeptor-Agonist) sind seit langem Gegenstand der neuropharmakologischen Grundlagenforschung; Ibotensäure wird im Labor zur gezielten Läsion von Nervengewebe eingesetzt. Dies beschreibt die Wirkmechanismen und Forschungsnutzung der Reinsubstanzen, nicht den Konsum des Pilzes.

    [#sciencedirect_ibotenic] [#wiki_muscimol]

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