Donum ∞ Dei
Drei Fliegenpilze mit leuchtend roten, weiss getupften Hüten in verschiedenen Reifestadien auf Waldboden.

© Onderwijsgek (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 NL · Commons

Fliegenpilz

Giftig🐾

Fly agaric · (Amanita muscaria)

Wulstlingsverwandte (Amanitaceae)

Beschreibung

Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) ist mit seinem leuchtend roten, weiss getupften Hut der wohl bekannteste Pilz der nordhemisphaerischen Wälder und bildet als Mykorrhizapilz Symbiosen vor allem mit Birken und Fichten. Sein deutscher und lateinischer Name geht auf die historische Verwendung als Fliegenfänger zurück: in Milch zerkleinert lockte und betäubte er Fliegen. Pharmakologisch enthält er die psychoaktiven Wirkstoffe Ibotensäure und Muscimol (ein GABA-A-Agonist), nur Spuren des giftigen Muscarins. Ethnomykologisch ist er als Rauschmittel sibirischer Schamanen (z.B. der Mansen und Korjaken) dokumentiert und Gegenstand umstrittener Theorien über vedisches Soma und Wikinger-Berserker. Er gilt als giftiger Pilz mit unberechenbarer, delirant-betäubender Wirkung.

  • RohGanze PflanzeÄußerlichVolksmedizin

    Historisch wurde der zerkleinerte Hut in Milch oder Zuckerwasser eingelegt, um Fliegen anzulocken und zu betäuben — daher der Name Fliegenpilz. Rein historische/dokumentarische Angabe.

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Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden

Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.

  • RohGanze PflanzeInnerlichTraditionell

    Ethnomykologisch dokumentiert als Rauschmittel und Entheogen sibirischer Voelker (u.a. Mansen, Khanten, Korjaken, Kamtschadalen) im schamanischen Kontext. Historische Einordnung — KEINE Konsum- oder Dosieranleitung; der Pilz ist giftig.

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