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Foto von Kurkuma

© J.M.Garg · CC BY 3.0 · Commons

Kurkuma

Vorsicht

Turmeric · (Curcuma longa)

Ingwergewächse (Zingiberaceae)

Beschreibung

Die Kurkuma oder Kurkume (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el), Gilbwurz(el) oder Curcuma genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Curcuma innerhalb der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Sie stammt aus Südasien und wird in den Tropen kultiviert.

  • GewürzWurzelstockInnerlichKommission E

    Getrocknetes Kurkumapulver (Rhizom) bei dyspeptischen Beschwerden — positive Kommission-E-Monographie für Curcumae longae rhizoma.

    Anleitung & Dosierung

    PULVER / GEWÜRZ (Kommission E): 1,5–3 g getrocknetes Kurkumapulver (gemahlenes Rhizom) täglich in 2–3 Portionen zu den Mahlzeiten einnehmen, z. B. in warme Speisen, Suppen oder Milch eingerührt. Tagesdosis laut Kommission E: 1,5–3 g Droge. Anwendungsgebiet: dyspeptische Beschwerden (Völlegefühl, Blähungen, träge Verdauung, Appetitlosigkeit). Nicht bei Gallensteinen oder Verschluss der Gallenwege ohne ärztliche Abklärung anwenden. Bei längerem Einsatz (> 8 Wochen) und anhaltenden Beschwerden Arzt aufsuchen.

    Trockenmenge
    1.53 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    8 Wochen

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  • TinkturWurzelstockInnerlichTraditionell

    Traditionelle Kurkuma-Tinktur zur Unterstützung der Verdauung — EMA-anerkannte traditionelle Anwendung.

    Anleitung & Dosierung

    TINKTUR (1:5 in 45–60 % Ethanol): 1–2 ml (~20–40 Tropfen) 3× täglich vor den Mahlzeiten, mit etwas Wasser verdünnt. Traditionelle Anwendung (EMA) zur Linderung leichter dyspeptischer Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen. Wirkungseintritt nach 1–2 Wochen regelmäßiger Einnahme. Nicht bei Gallenwegsobstruktion oder Gallensteinen ohne Arztbefragung. Wegen Ethanolgehalts nicht bei Alkohol- oder Lebererkrankungen.

    Flüssigkeit
    12 ml
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    6 Wochen

    [#src_ema_curcuma_trad] [#src_escop_curcuma] [#src_who_curcuma]

  • TeeWurzelstockInnerlichTraditionell

    Kurkuma-Aufguss aus gemahlenem Rhizom als Verdauungstee — bitterer Geschmack, choleretische und karminative Wirkung.

    Anleitung & Dosierung

    AUFGUSS / ABKOCHUNG: 1–1,5 g fein geriebenes oder gemahlenes Kurkuma-Rhizom mit 200 ml kochendem Wasser übergießen (alternativ: kurz aufkochen, 5 Min. köcheln), 8–10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 2–3× täglich frisch zubereitet, bevorzugt 20–30 Minuten vor den Mahlzeiten. Einen Hauch schwarzen Pfeffer (Piperin) und/oder etwas Fett (Kokosöl, Milch) zugeben — verbessert die Bioverfügbarkeit von Curcumin erheblich. Traditionelle Anwendung bei Verdauungsbeschwerden und zur Gallensaftförderung. Nicht bei Gallenwegsverschluss oder bekannten Gallensteinen mit Koliken.

    Trockenmenge
    11.5 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    6 Wochen

    [#src_escop_curcuma] [#src_ema_curcuma_trad] [#src_who_curcuma] [#src_pfaf_curcuma]

  • GewürzWurzelstockInnerlichTraditionell

    Kurkuma in der Küche als antientzündliches Gewürz — 'Goldene Milch' und Currygerichte, Ayurveda-Tradition bei Gelenkbeschwerden.

    Anleitung & Dosierung

    KÜCHE / GEWÜRZ: 2–4 g Kurkumapulver täglich in Speisen, Smoothies oder das sogenannte 'Goldene-Milch'-Getränk (250 ml warme Pflanzenmilch + 1 TL Kurkuma + Prise Pfeffer + Ingwer + etwas Fett) einarbeiten. Volksheilkundlich und in der Ayurveda als antientzündliche Begleitmaßnahme bei Gelenkbeschwerden verwendet. Klinische Studien zeigen moderaten Effekt auf CRP und IL-6 bei regelmäßiger Einnahme, jedoch bei niedrigen Curcumin-Bioverfügbarkeiten im normalen Pulver. Ergänzt eine ausgewogene Ernährung; ersetzt keine medizinische Therapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    1×

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  • SalbeWurzelstockÄußerlichVolksmedizin

    Kurkumapaste äußerlich auf Haut — volksheilkundliches Mittel bei Hautentzündungen, Ekzemen und kleinen Wunden in der Ayurveda und asiatischen Volksmedizin.

    Anleitung & Dosierung

    PASTE / SALBE (äußerlich): Frisches geriebenes Rhizom oder Kurkumapulver mit etwas Wasser oder Kokosöl zu einer Paste anrühren, auf die betroffene Hautstelle auftragen, 20–30 Minuten einwirken lassen, dann abwaschen. Volkstümlich bei oberflächlichen Wunden, Hautirritationen, Ekzemen und kleinen Entzündungen eingesetzt. Achtung: Kurkuma färbt Haut und Kleidung dauerhaft intensiv gelb — Handschuhe tragen, Kleidung schützen. Bei offenen Wunden oder größeren Hautdefekten ärztliche Abklärung bevorzugen. Nicht in Augen oder auf Schleimhäute auftragen.

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  • TinkturWurzelstockInnerlichVolksmedizin

    Volksheilkundliche Bittertonikum-Tinktur mit Kurkuma als Hauptbestandteil — Leber- und Gallenunterstützung in der deutschen Kräutermedizin.

    Anleitung & Dosierung

    BITTERE VERDAUUNGSTINKTUR (volksheilkundlich): 0,5–1,5 ml Kurkuma-Tinktur (1:5 in 45 % Ethanol) zusammen mit anderen Bitterstoffdrogen (z. B. Artischocke, Löwenzahn, Mariendistel) in einer Mischtinktur, 3× täglich vor den Mahlzeiten, mit Wasser verdünnt. Traditionell als Leber- und Gallentonikum verwendet — stimuliert Gallenfluss und fördert die Fettverdauung. Volksheilkundliche Anwendung in der deutschen und österreichischen Kräutermedizin. Nicht bei Gallensteinen ohne Arztbefragung; Gallensteinkoliken können ausgelöst werden.

    Flüssigkeit
    0.51.5 ml
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

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  • GewürzWurzelstockInnerlichVolksmedizin

    Traditionelles Erkältungsgetränk 'Haldi-Doodh' (Kurkuma-Latte) — ayurvedisches Hausmittel bei Erkältung, Halsschmerzen und fieberhaften Infekten.

    Anleitung & Dosierung

    AYURVEDISCHE ANWENDUNG (traditionell): Kurkuma-Pulver in warmer Milch mit Honig (Haldi-Doodh / Kurkuma-Latte) bei Erkältungen, Halsschmerzen und fieberhaften Infekten. In der Ayurveda und südasiatischen Volksmedizin seit Jahrtausenden als stärkendes Allgemeinmittel und immunmodulierendes Hausmittel verwendet. Keine klinischen Belege für antivirale Wirkung beim Menschen; adjuvante und wohltuende Verwendung. Nicht als Ersatz für schulmedizinische Therapie bei schweren Infekten.

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Verbreitung in Europa

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