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Foto von Feldulme

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Feldulme

Ulmus minor · (Ulmus minor)

Ulmengewächse (Ulmaceae)

Beschreibung

Die Feldulme, in fachsprachlicher Rechtschreibung Feld-Ulme, oder Iper ist ein Laubbaum aus der Gattung der Ulmen (Ulmus) und der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae). Seit einigen Jahrzehnten wird sie stark vom Ulmensterben bedroht.

  • TeeRindeInnerlichVolksmedizin

    Abkochung der Feldulmen-Rinde (Dekokt) wurde in der europäischen Volksmedizin traditionell bei Durchfall und Darmkatarrh eingesetzt. Die Gerbstoffe (Catechine, kondensierte Tannine) wirken adstringierend auf die Darmschleimhaut; die Mucilage besitzt eine demulzierende, reizlindernde Wirkung. Henriette's Herbal (King's American Dispensatory) dokumentiert Ulmus campestris (Synonym für U. minor in der Älteren Literatur) als astringentes Mittel gegen chronische Darmerkrankungen.

    Anleitung & Dosierung

    2–4 g getrocknete, zerkleinerte Feldulmenrinde in 250 ml Wasser 15 Minuten köcheln lassen, abseihen. Bis zu 3 Tassen täglich, nicht länger als 2 Wochen ohne ärztliche Beratung.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_henriettes_ulmus] [#src_wiki_feldulme_de] [#src_pfaf_ulmus_procera]

  • UmschlagRindeÄußerlichVolksmedizin

    Volksmedizinisch wurde ein Aufguss oder Abkochung der Feldulmenrinde als feuchter Umschlag auf Hautekzeme, entzündete Hautstellen und schlecht heilende Wunden aufgetragen. Der Gerbstoffgehalt wirkt adstringierend und mäßig antiseptisch; die Mucilage unterstützt die Abheilung und lindert Reizzustände. PFAF dokumentiert Ulmus procera (= U. minor cv.) für Ekzem und Entzündungen der Haut.

    Anleitung & Dosierung

    20 g getrocknete Rinde in 500 ml Wasser 15 Minuten kochen, abseihen, abkühlen lassen. Sauberes Tuch tränken und auf betroffene Stellen legen; 2–3× täglich für 15–20 Minuten.

    [#src_pfaf_ulmus_procera] [#src_henriettes_ulmus] [#src_boudaoud_2016_ulmus_campestris]

  • SalbeRindeÄußerlichVolksmedizin

    Rindenpulver oder -extrakt der Feldulme wurde in der Volksmedizin zu Salben und Cremen verarbeitet und äußerlich bei Hautekzemen, Hautausschlägen und Wundversorgung eingesetzt. Boudaoud-Ouahmed et al. (2016) belegten gastroprotektive und antioxidative Eigenschaften des U. campestris-Rindenextrakts, was auf polyphenolische Wirkstoffe (Tannine, Catechine) zurückgeführt wird, die auch für die hautschützende Wirkung relevant sind.

    Anleitung & Dosierung

    Fertigpräparat bevorzugen. Eigenherstellung: feines Rindenpulver in neutraler Hautpflegebasis (z. B. Bienenwachs-Öl-Salbe) einarbeiten. Äußerlich auftragen, nicht auf tiefe offene Wunden.

    [#src_boudaoud_2016_ulmus_campestris] [#src_pfaf_ulmus_procera]

  • TinkturRindeInnerlichVolksmedizin

    Alkoholische Tinktur der Feldulmenrinde wurde als Adstringens bei Durchfall (intern) und als reizlinderndes Mittel bei Hautekzemen (extern, verdünnt) eingesetzt. Die Gerbstoffe und Phenolsäuren der Feldulmenrinde weisen strukturelle Ähnlichkeit zu anderen Ulmus-Arten auf; ethnobotanische Daten aus dem Kaukasus (Paniagua-Zambrana et al. 2024/2025) dokumentieren Ulmus minor für Volksmedizin-Anwendungen in Bergregionen.

    Anleitung & Dosierung

    Rindentinktur 1:5 (Ethanol 40–50 %): intern 20–40 Tropfen bis zu 3× täglich; extern verdünnt (1:10 in Wasser) als Umschlag oder Wäsche auftragen. Nicht länger als 4 Wochen ohne ärztliche Beratung.

    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_ethnobotany_mountain_2025] [#src_henriettes_ulmus]

  • RohBlüteInnerlichVolksmedizin

    Ulmus procera (Englische Ulme = Kulturvarietät von U. minor) ist als Bachblüte Nr. 11 'Elm' bekannt. Edward Bach (1936) beschrieb diese Blütenessenzen als Mittel bei zeitweiliger Überforderung, Pflichtgefühl und dem Gefühl, den eigenen Aufgaben nicht gewachsen zu sein — für Menschen, die eigentlich kompetent sind, aber vorübergehend zweifeln. Die Essenz wird hochverdünnt in Wasser oder Alkohol angewendet. Wissenschaftliche Belege für eine Wirksamkeit über Placebo hinaus liegen nicht vor.

    Anleitung & Dosierung

    [#src_bach_1936_healers] [#src_wiki_feldulme_de]

  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    Junge Ulmenblätter und -knospen wurden in der europäischen Volksmedizin und als Notnahrung verwendet. PFAF dokumentiert für Ulmus procera (= U. minor cv.) die Verwendung junger Blätter als Gemüse. Ethnobotanische Quellen aus Bergregionen (Paniagua-Zambrana et al. 2025) belegen volkstümliche Verwendung von Ulmus-Blättern in Osteuropa und dem Kaukasus.

    Anleitung & Dosierung

    [#src_pfaf_ulmus_procera] [#src_ethnobotany_mountain_2025]

  • TeeRindeInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinisch wurde ein Aufguss oder mildes Dekokt der Feldulmenrinde auch bei rheumatischen Beschwerden und zur 'Blutreinigung' eingesetzt. Maud Grieve beschreibt in 'A Modern Herbal' (1931) die europäische Ulmenrinde (U. campestris = ältere Bezeichnung für U. minor) als antirheumatisch. Boudaoud-Ouahmed et al. (2016) wiesen hepatoprotektive und antihypertensive Eigenschaften des U.-campestris-Rindenextrakts nach — wahrscheinlich bedingt durch Polyphenole.

    Anleitung & Dosierung

    2–3 g getrocknete Rinde in 200 ml heißem Wasser 10 Minuten ziehen lassen (schwacher Aufguss) oder 10 Minuten köcheln (Dekokt). Abseihen, 2× täglich trinken. Nur kurzfristig.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    [#src_boudaoud_2016_ulmus_campestris] [#src_pfaf_ulmus_procera]

Verbreitung in Europa

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