Rechtlicher Hinweis
Psilocybin und Psilocin sind im UN-Übereinkommen von 1971 über psychotrope Stoffe gelistet; der Pilz ist in vielen Ländern, darunter Deutschland, verboten.
Die Rechtslage ist je nach Land sehr unterschiedlich und ändert sich. Informiere dich über die Bestimmungen in deinem Land. Diese Information ist rein edukativ und keine Erlaubnis zu Besitz, Anbau oder Konsum.
Bildungs- und Dokumentationszweck. Keine Konsum-Anleitung, keine Rechts- oder Medizinberatung. Besitz, Anbau und Konsum sind je nach Land und Art unterschiedlich geregelt — informiere dich über die für dich geltende Rechtslage.
© Mädi (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Commons
Kubanischer Kahlkopf
Vorsicht🐾Golden Teacher · (Psilocybe cubensis)
Träuschlingsverwandte (Strophariaceae)
Beschreibung
Der Kubanische Kahlkopf (Psilocybe cubensis) ist ein psilocybinhaltiger Blätterpilz aus der Ordnung der Champignonartigen, der 1906 von Franklin Sumner Earle auf Kuba als Stropharia cubensis beschrieben und 1949 von Rolf Singer in die Gattung Psilocybe gestellt wurde. Der Fruchtkörper hat einen 1,6 bis 8 cm breiten, jung kegelig-glockigen, rötlich- bis goldbraunen Hut und einen blass gelblichen Stiel mit Ring; alle Teile verfärben sich bei Verletzung charakteristisch bläulich. Als koprophile Art wächst er pantropisch auf dem Dung von Großtieren (Rinder, Wasserbüffel) und auf gedüngten Weiden und verbreitete sich mit der Viehzucht weltweit. Seine wichtigsten Wirkstoffe sind die Indolalkaloide Psilocybin und Psilocin. Pilze dieser Gattung spielten in mesoamerikanischen Ritualen eine Rolle und stehen seit den 2010er-Jahren im Fokus klinischer Psilocybin-Forschung.
🌿 Verwechslungsgefahr — vor Wildsammlung lesen!
GROSSE VERWECHSLUNGSGEFAHR: ähnlich aussehende, tödlich giftige Pilze der Gattungen Galerina und Pholiotina (Conocybe) können zu tödlichen Vergiftungen führen.
- RohGanze PflanzeInnerlichTraditionell
Pilze der Gattung Psilocybe (z. B. P. mexicana) wurden in mesoamerikanischen Kulturen rituell und divinatorisch verwendet; aztekische Quellen nennen sie 'teonanácatl'. Historische Forschung zeigt jedoch, dass die traditionelle Verwendung begrenzt und kulturspezifisch war. Edukative Einordnung, keine Einnahme-Anleitung.
- RohGanze PflanzeInnerlichKlinische Studie
Synthetisches Psilocybin (der Wirkstoff von P. cubensis) wird in randomisierten kontrollierten Studien als psychotherapie-begleitete Behandlung bei therapieresistenter Depression untersucht. Die Studienlage ist gemischt: frühe Studien deuteten auf Symptomreduktionen hin, doch große kontrollierte Studien (z. B. EPISODE) verfehlten ihren primären Endpunkt und meldeten Sicherheitsbedenken (u. a. erhöhte Suizidgedanken an Dosistagen). Forschungskontext, keine zugelassene Anwendung und keine Selbstmedikation.