© Udo Schröter · CC BY-SA 2.5 · Commons
Gemeine Nachtkerze
VorsichtOenothera biennis · (Oenothera biennis)
Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
Beschreibung
Die Gemeine Nachtkerze, auch als Gewöhnliche Nachtkerze oder Zweijährige Nachtkerze bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nachtkerzen (Oenothera) innerhalb der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Um 1620 wurde diese in Nordamerika heimische Pflanzenart in Mitteleuropa eingeführt und zählt daher in Europa zu den Neophyten.
Kritische Wechselwirkungen mit:
Phenothiazine (Antipsychotika)
- RohWurzelInnerlichVolksmedizin
Die fleischige Pfahlwurzel des ersten Jahres (Oktober bis Frühjahr vor der Blüte) ist essbar. Schmeckt peppig-würzig, ähnlich Pastinake oder Schwarzwurzel. Wird wie Gemüse gekocht oder gegart. Nach der Blütenbildung verholzt die Wurzel und ist nicht mehr für den Verzehr geeignet.
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- RohSamenInnerlichVolksmedizin
Die kleinen Samen enthalten 28 % fettes Öl, das reich an Gamma-Linolensäure (GLA, 7–14 %) und Linolsäure (ca. 70 %) ist. Kaltgepresstes Nachtkerzenöl aus den Samen ist als Nahrungsergänzungsmittel verbreitet.
- TinkturSamenInnerlichTraditionell
Nachtkerzenöl (GLA-reich) wird traditionell bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis) eingenommen. GLA fördert die Synthese entzündungshemmender Prostaglandine (PGE1). Klinische Studien zeigen inkonsistente Ergebnisse; der NCCIH kommt zu keinem eindeutigen Wirksamkeitsnachweis.
- UmschlagWurzelÄußerlichVolksmedizin
Volksheilkundlich wurden zerquetschte Wurzeln als Umschlag auf Quetschungen, Blutergüsse und Hämorrhoiden aufgetragen. Belegt durch nordamerikanische Ureinwohner (Irokesen, Cherokee).
- TeeWurzelInnerlichVolksmedizin
Tee aus den Wurzeln (erste Ernte, Herbst) traditionell bei Verdauungsbeschwerden und Übergewicht verwendet. Enthält Schleimstoff-artige Verbindungen, die die Darmschleimhaut beruhigen.
- TinkturSamenInnerlichVolksmedizin
Nachtkerzenöl traditionell bei Prämenstrualem Syndrom (PMS), Brustschwellungen und rheumatoider Arthritis eingesetzt. Der entzündungshemmende Mechanismus über GLA-Metaboliten wird diskutiert; klinische Belege sind begrenzt.