Donum ∞ Dei
Foto von Wilde Karde

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Wilde Karde

Vorsicht

Dipsacus fullonum · (Dipsacus fullonum)

Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Beschreibung

Die Wilde Karde ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Karden (Dipsacus) in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae).

  • TinkturWurzelInnerlichVolksmedizin

    Dipsacus fullonum-Wurzeltinktur wird im Buhner-Protokoll (2005) und in der Internet-Volksmedizin als Begleittherapie bei Lyme-Borreliose beworben. WICHTIG: Es liegen keine klinischen Studien an Borrelia-Patienten vor, die eine Wirksamkeit belegen. In-vitro-Extraktanalysen (Vaher 2018) identifizierten bioaktive Verbindungen in D. fullonum; eine klinische Wirksamkeit gegen Borrelia burgdorferi beim Menschen ist dadurch nicht nachgewiesen. Keine Heilversprechen; ärztliche Behandlung der Borreliose (Antibiotika) hat absoluten Vorrang.

    Anleitung & Dosierung

    [#src_dipsacus_bjstr_vaher] [#src_dipsacus_wiki_en]

  • TinkturWurzelInnerlichKlinische Studie

    Extrakte aus Dipsacus-Arten (v.a. D. asper, eng verwandt mit D. fullonum) zeigen in vitro antimikrobielle Aktivität gegen verschiedene Bakterien- und Pilzstämme. Saponinfraktionen aus D. asper-Wurzeln hemmen phytopathogene Pilze in vitro (Choi et al. 2017). Die Extrapolation auf D. fullonum und auf klinische Indikationen beim Menschen ist nicht validiert.

    Anleitung & Dosierung

    [#src_dipsacus_antifungal_saponins] [#src_dipsacus_iridoids_ferox]

  • TeeKrautige TeileÄußerlichTraditionell

    In der europäischen Volksmedizin wurden Umschläge und Waschungen mit D. fullonum-Tee äußerlich bei Ekzemen, Warzen, Akne und schlecht heilenden Wunden angewendet. Die Wassersammlung in den Blattachseln ('Venusbecher') wurde traditionell als Augenwasser und gegen Warzen genutzt. Keine klinische Evidenz.

    Anleitung & Dosierung

    3–5 g getrocknete oberirdische Teile in 250 ml heißem Wasser 10 min ziehen lassen. Abkühlen lassen, als Waschung oder Umschlag äußerlich anwenden.

    Trockenmenge
    35 g

    [#src_dipsacus_wiki_en] [#src_dipsacus_pfaf]

  • TeeWurzelInnerlichVolksmedizin

    In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird Xu Duan (Dipsacus asper, eng verwandt) bei Rücken- und Gelenkschmerzen sowie zur Frakturheilung eingesetzt. D. fullonum wurde in der europäischen Volksmedizin selten bei Gelenk- und Muskelschmerzen als Tee genutzt. Keine Kommission-E- oder EMA-Monographie für D. fullonum.

    Anleitung & Dosierung

    2–4 g getrocknete Wurzel in 200 ml Wasser 15 min köcheln lassen. Täglich 2 Tassen. Nicht länger als 4 Wochen ohne ärztliche Rücksprache.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    [#src_dipsacus_pfaf] [#src_dipsacus_iridoids_asper_molecules]

  • SalbeWurzelÄußerlichVolksmedizin

    Volksmedizinische Tradition in Teilen Europas: Wurzelextrakt äußerlich bei Hauterkrankungen, Fisteln und Abszessen. Iridoidglykoside aus D. asper-Wurzeln zeigen in vitro entzündungshemmende Eigenschaften (Hemmung der Chondrozyten-Apoptose — Molekularmechanismus). Direkte Evidenz für D. fullonum topisch fehlt.

    Anleitung & Dosierung

    [#src_dipsacus_pfaf] [#src_dipsacus_iridoids_asper_molecules]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Vereinzelt in der mitteleuropäischen Volksmedizin bei Magen-Darm-Beschwerden, Appetitstimulierung und als Bitterstofftonikum. Bitterstoffe und Iridoide stimulieren die Gallensaftproduktion reflektorisch. Kein Nachweis in klinischen Studien; sehr schwache Datenlage.

    Anleitung & Dosierung

    2–3 g getrocknetes Kraut in 200 ml Wasser 10 min ziehen lassen. Vor den Mahlzeiten trinken.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    [#src_dipsacus_pfaf] [#src_dipsacus_wiki_en]

Verbreitung in Europa

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