Rechtlicher Hinweis
International kontrolliertes Betäubungsmittel; unter dem UN-Einheits-Übereinkommen von 1961 (Schedule I) gelistet.
Die rechtliche Lage ist je nach Land sehr unterschiedlich geregelt und reicht von strengem Verbot über medizinische Zulassung bis zu teilweiser Legalisierung. Informiere dich über die für dich geltende Rechtslage.
Bildungs- und Dokumentationszweck. Keine Konsum-Anleitung, keine Rechts- oder Medizinberatung. Besitz, Anbau und Konsum sind je nach Land und Art unterschiedlich geregelt — informiere dich über die für dich geltende Rechtslage.
© H. Zell · CC BY-SA 3.0 · Commons
Hanf / Cannabis
Vorsicht🐾Cannabis / Hemp · (Cannabis sativa L.)
Hanfgewächse (Cannabaceae)
Beschreibung
Cannabis sativa ist eine einjährige, meist zweihäusige (diözische) krautige Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), ursprünglich in Ostasien beheimatet und heute weltweit verbreitet. Die Pflanze wird je nach Bedingungen 20 cm bis über 5 m hoch und trägt handförmig geteilte, gesägte Blätter mit 1 bis 13 Fingerblättchen. Sie wurde über die gesamte aufgezeichnete Geschichte angebaut: als Faserpflanze für Textilien, Seile und Papier, als Ölsaat sowie seit der Antike als Heil- und Rauschpflanze. Bereits im chinesischen Arzneibuch Shennong Bencaojing wird Hanf als Heilmittel erwähnt, und in der traditionellen indischen Medizin diente er als beruhigendes, schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Mittel. Heute werden über 500 Inhaltsstoffe beschrieben, darunter mindestens 113 Cannabinoide wie das psychoaktive THC und das nicht-berauschende CBD.
- TinkturBlüteInnerlichKlinische Studie
Cannabidiol (CBD) ist als Arzneimittel zur Behandlung schwerer kindlicher Epilepsieformen (Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom) zugelassen; dies gilt als die belastbarste Evidenz für einen medizinischen Cannabis-Inhaltsstoff.
- TinkturBlüteInnerlichKlinische Studie
Cannabinoide werden gegen Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie eingesetzt und waren in Studien einigen herkömmlichen Mitteln überlegen.
- TinkturBlüteInnerlichEMA gut belegt
Oraler Cannabis-Extrakt kann Spastik bei Multipler Sklerose lindern; bei chronischen, vor allem neuropathischen Schmerzen zeigt sich ein moderater, aber uneinheitlicher Effekt.
- RohBlüteInnerlichTraditionell
In der traditionellen indischen Medizin diente Cannabis als beruhigendes, schlafförderndes, schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Mittel; im mittelalterlichen Europa auch zur Schmerzlinderung bei der Geburt. (Historische Überlieferung, keine Konsumempfehlung.)
- RohSamenInnerlichTraditionell
Hanfsamen werden als Nahrung und zur Ölgewinnung genutzt, die Stängelfasern seit der Antike für Textilien, Seile und Papier. Diese Nutzungen sind nicht psychoaktiv.